Stadtrundgang
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Dieser “Stadtrundgang” soll Ortsunkundigen das über 2000 Jahre alte Mainz etwas näherbringen. Dabei wird gezielt auf die Brauereien eingegangen. Da in Mainz, als ehemalige Bundesfestung, die meisten Sehenswürdigkeiten in einem engen Radius zu finden sind kann der Rundgang auch tatsächlich so gelaufen werden.
Wenn Sie am Ende sagen: “Da will ich mal hin” dann wäre das SPITZE !!!

Am besten beginnt man den Rundgang am Bahnhof “Römisches Theater”, bzw. am dortigen Parkhaus, wobei es am Beginn zwei Möglichkeiten gibt (beide treffen sich im Eisgrubweg auf dem Weg zum Gautor).
1) Auf den Bahnhof blickend geht man rechts die Schönbornstr., Richtung Innenstadt, bis zum
Eisgrub-Bräu.
 Links davon die Treppe hoch (man kann natürlich auch erst einmal im Eisgrub einkehren),
 dann rechts den Eisgrubweg hoch bis zum Gautor.


2) Am Gleis 4 liegt über dem Bahnhof (zum Teil auch unter den Gleisen) die Ruinen des grössten
römischen Theaters diesseits der Alpen. Es wird derzeit ausgegraben, eine Tasse mit der Abbildung des Theaters (mittleres Bild) Tasse mit Abbildung des Theaters kann vor Ort erworben werden. 
Gleich daneben befindet sich die Zitadelle. Der Kommandantenbau wurde 1696 von Kurfürst Lothar Franz von Schönborn erbaut. Aber bereits 1050 wurde dort ein Benediktinerkloster gegründet. Durch die Einfahrt, über dem sich eine Figur des Hl. Jakobus befindet  gelangt man in das Innere der Anlage. Sehenswert ist dort noch der Drususstein, der von den Römern für den Feldherrn Drusus nach dessen Tod errichtet wurde. Über den hinteren Ausgang, über eine Brücke, gelangen Sie zum Eisgrubweg und gehen diesen links hoch bis zum Gautor.
Rechts davon ist die Turmspitze der Stephanskirche zu sehen. Weltbekannt ist sie durch ihre blauen Fenster die von Marc Chagall geschaffen wurden.
Geradeaus über die Gaustr. (der Meenzer sagt Gaugass) in den Kästrich (Name der engen Strasse, aber auch des Gebietes auf dem die MAB und die Schöfferhofbrauerei sich befanden). Diesen bis zur nächsten Kreuzung. Dort (Ecke Martinsstr.) war bis 2011 die Gaststätte “Martinsburg”. Früher konnten dort die Mitarbeiter der MAB und von Binding ihre Gutscheine für den steuerfreien Haustrunk einlösen. Die zweite auf dem Gutschein genannte Gaststätte “Marktschänke” war auf dem Domplatz, sie gibt es aber unter diesem Namen dort nicht mehr.
Gegenüber steht das ehemalige Maschinenhaus der Brauerei “
Schöfferhof Dreikönigshof” an deren Fassade man noch die Inschrift und das Jahr des Umzuges (1889) finden kann.
                                                            
Geradeaus kommt auf das Gelände der
Mainzer Aktien-Bierbrauerei auf dem, nach dem Abriss, 1990 ein Wohnungskomplex errichtet wurde. Schaut man in der Mitte des Innenhofes nach rechts, sieht man die vier Torbogen von hinten,
 die auf einer alten Werksansicht von vorne zu sehen sind
 (Mitte   im Hauptgebäude, darüber ist das rote MAB Emblem).
 Durch diese Torbogen besteht eine wunderbare Aussicht von oben auf Mainz,
 z.B. auf St. Quintin und rechts auf den Dom
                                                                                         
Im linken Gebäude gibt es einen Aufzug nach unten. Nun durch einen kurzen Gang
und Sie stehen unterhalb des Kästrichs. Über der Ausgangstür befindet sich die Inschrift
“Mainzer Actien-Bierbrauerei” “Kellerwerke 1859”
Im Innern des Kästrichs befinden sich viele tiefe Kellergewölbe die zum Teil aus der Römerzeit stammen. Damals befand sich auf dem Kästrich das Hauptlager der Römischen Legionen. In diesen Kellern wurde früher Eis zum kühlen des Bieres gelagert. Dieses Eis wurde im Winter aus dem zugefrorenen Rhein gehackt.
Die Emmerich-Josef-Str. hinuntergehend ist rückwärts dieses Bild vom Kästrich zu sehen (4 Torbogen)
 Rechts daneben befindet sich die Sektkellerei Kupferberg die Führungen anbietet die u.a. auch durch die Keller gehen. Früher waren die Keller miteinander verbunden weshalb von den Mitarbeitern verbotenerweise so manche Flasche Sekt gegen Bier getauscht wurde.
Links gehen Sie in die Walpodenstr. bis zur Altmünsterkirche. Das damalige Altmünsterkloster gab der in unmittelbarer Nähe befindlichen
Altmünster-Brauerei den Namen. Heute sind von der Brauerei nur noch ein Tor im gegenüber der Kirche liegenden Gebäude,
und wenn Sie die
5x20 Stufen hochgehen die beiden Pfeiler eines ehemaligen Tores zu sehen.
Sie gehen die Stufen wieder hinunter und noch einige weitere Stufen entlang des Kirchhofes. Dann sehen Sie einen großen Bau, das Proviant-Magazin.
In ihm befindet sich das Fastnachtsmuseum sowie mit dem Proviant-Magazin die einzige Gaststätte die derzeit Mainzer Aktien Bier aus dem Fass ausschenkt. Deshalb dürfte eine Einkehr Pflicht sein.
Am anderen Ende des Gebäudes (Ausgang der Gaststätte), vorbei am Brunnen des Ranzengardisten (die Mainzer Ranzengarde ist die älteste Mainzer Garde) ist die Schillerstr. Schräg gegenüber befindet sich der Bilhildisbrunnen am Erthaler Hof (gegenüber dem Finanzamt)
Erthaler Hof. An dessen rechter Außenseite befindet sich der Bilhildis-Brunnen. Das Motiv der St. Bilhildis, mit Ordensstab in der rechten Hand und dem Modell des Altmünsterklosters in der anderen Hand, war seit etwa 1900 die Schutzmarke der Altmünster-Brauerei.


Vorbei an Institut Francais kommen Sie zum Schillerplatz mit dem Denkmal von Schiller, dem Fastnachtsbrunnen und dem Ostheimer Hof (von seinem Balkon aus wird am 11.11. die Fastnacht proklamiert).
                                                      Schillerdenkmal                     Fastnachtsbrunnen                 Ostheimer Hof
Bajazz mit Laterne (MCV)
Gardetrommler (Mainzer Prinzengarde)Ebenfalls auf dem Schillerplatz befinden sich die beiden Statuen
des Gardetrommlers und des Bajazz mit der Laterne. Beide sind von Mainzer Fastnachtsvereinen gestiftet, 



Ludwigstr. Links geht es die Ludwigsstr. weiter bis zum Gutenbergplatz Gutenberg Denkmal
Dort steht rechts das Denkmal des berühmtesten Mainzers Johannes Gutenberg 
Mainzer Staatstheater   Links steht das 1833 erbaute Staatstheater   Blick auf Dom vom Gutenbergplatz
Biegt man danach nach links ab (wie die Busse) kommt man zum Kollegienhaus der alten Universität mit dem wunderschönen Portal, sowie der Gedenktafel
Kollegienhaus alte Universität                                                Portal am Kollegienhaus alte Universität                Inschrift am Kollegienhaus alte Universität   
die darüber informiert, dass vor diesem Haus die Franziskanerkirche stand in der Johannes Gutenberg 1468 seine Ruhestätte fand. Rechts vom Gebäude durch die Toreinfahrt und dann links und gleich wieder rechts kommt man in das Sonnengäßchen. Dort lädt das Brauhaus zur Sonne zur Einkehr ein.
Brauhaus zur SonneEs ist das Brauhaus der ehem. Bierbrauerei zur Sonne. Früher war es grösser. Nach einem Umbau wurden aus dem Brauhaus Geschäfte und im ehem. Garten wurde das neue, kleine Brauhaus erbaut. Rechts am Gebäude befindet sich ein Jahresstein von 1687 mit Inschrift dazu.Gedenkstein Brauhaus zur Sonne
Der weitere Weg führt uns zum Marktplatz mit dem 978 unter Erzbischof Willigis gebaute Dom. Dabei kommen wir an der Quintinskirche vorbei. In ihrer Nähe, in der Birnbaumgasse 5, stand bis zu seiner Zerstörung durch Fliegerbomben am 12./13.8.1942 die
Brauerei zum Birnbaum.
Dom linke Ansicht vom Marktplatz Dom mittig vom Marktplatz Dom rechte Seite vom Marktplatz
Gegenüber vom Dom befinden sich restaurierte Gebäude. Im mittelsten Gebäude des mittleren Bildes befand sich früher die bereits erwähnteMarktplatz, Blick zum TheaterMarktplatz, Blick mittig Marktplatz, Blick rechtsMarktschänke.
Geht man links von dem Gebäude in die schmale Gasse kommt man nach wenigen Metern zum “Hof zum Korb” (und zwei Inschriften). Ein Stück weiter ist links der Hof zum Humbrecht.
Blick auf den Hof zum Korb Inschrift Hof zum Korb Gedenktafel Hof zum Korb                                  Gedenktafel Hof zum Humbrecht
Beides wichtige Orte bei der Erfindung des Druckens mit beweglichen Lettern. Aber auch, wie in der ersten Tafel zu lesen, der Ort an dem die
Schöfferhof Brauerei entstand.
Gehen wir von dort nach rechts Richtung Rhein (in Mainz leicht zu finden da alle roten Strassenschilder zum Rhein und alle blaue Strassenschilder mit dem Rhein führen) so kommen wir zur Brücke die über die Rheinstraße führt. Rechts davor finden wir die Rats- und Zunftstube “Heilig Geist”. In ihr findet
Blick auf Zunftstube Heilih Geist alljährlich der Anstich des Carolusbieres durch die Brauerei Binding statt.
Anzeige Karolus Bier (Carolus war  ein Biername der Schöfferhof Brauerei).
 Dazu gibt es ab und zu einen Bierkrug. Carolus Anstich 1998
Vorbei am Eisenturm, Eisenturmeinem Teil der ehemaligen Mainzer Stadtmauer, gelangen wir zum Rathausplateau. Rechts neben dem Eisenturm beginnt die Löhrstr. Dort befand sich, bis zu ihrem ca. 1865 erfolgtem Umzug  nach Weisenau, die aus dem Brauhaus zum weißen Roß hervorgegangene Rheinische Bierbrauerei
RathausAn der Kopfseite des Rathausplateaus befindet sich die Rheingoldhalle.Blick über Rheinstr. auf die Rheingoldhalle
Ca. 500 m dahinter befindet sich das Grossherzogl. Schloss mit dem Zeughaus (Landtag von Rheinland-Pfalz) und dahinter das kurfürstliche Schloss (Museum und Stätte großer Veranstaltungen, wie der Fernsehsitzung “Mainz bleibt Mainz”)
Am Ende des Plateaus ist der Rhein mit einem wunderschönen Blick auf die andere Rheinseite.
Blick von der Rathausplattform über den Rhein nach Mainz-KastelBlick auf die Reduit (Teil der Mainzer Bundesfestung)Dort, in den drei rechtsrheinischen Mainzer Vororten (AKK), befanden sich früher ebenfalls einige
Brauereien und befindet sich heute das zweite Mainzer Brauhaus, das “Brauhaus Castel”.

Gehen wir aber nun wieder zum Dom zurück, so finden wir auf seiner Rückseite das Gutenberg Museum
                                          Dom von hinten                                                                    Gutenberg Museum
Über den Marktplatz, den wir ja schon kennen, vorbei am Dom biegen wir am Ende links in die Blick auf den Dom vom LeichhofSchöfferstr. ein und kommen zum Leichhof.  Oben auf dem Dach des Domes sitzt der Schutzherr “St. Martin” auf seinem Pferd.



Dort beginnt die Augustinerstr. und damit die Altstadt von Mainz. Ziemlich am Anfang ist das
Weinhaus zum SpiegelWeinhaus “Zum Spiegel”. Gleich danach ist rechts der Kirschgarten Blick in den Kirschgarten mit seinen wunderbar renovierten Fachwerkhäusern.
Ein Stück später kommt die Kirche des Priesterseminars mit ihrer herrlichen Fassade, einem sehenswerten Innenraum und daneben der prächtigen Eingang zum Seminar.
Eingang Kirche Priesterseminar                                                                       Eingang zum Priesterseminar
Wir gehen die Augustinerstr. weiter bis zum Hopfengarten. Dort zweigt links die Holzstr. ab an dessen Ende der im 13. Jahrhundert als Teil der Stadtmauer erbaute Holzturm steht (dort war der Räuber Schinderhannes bis zu seiner Hinrichtung gefangen).
Ansichtskarte Bierbrauerei zum schwarzen Bären In der Holzstr. befand sich aber auch, bis zu ihrem Umzug nach Weisenau im Jahre 1897,
 die
Bierbrauerei zum schwarzen Bären.  Heute erinnert dort nichts mehr daran.


Wir aber biegen rechts ab und gelangen am Ende des Hopfengartens, nach wenigen Schritten
zum Eisgrub-Bräu, womit unser Rundgang “bierig” zu Ende geht.   
              

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